Montag, 17. März 2008

Schnippelblumen














So fängt es immer an. Neues Papier inspiriert. Ich lasse die Osterhasen Osterhasen sein, da die Saison in einer Woche schon vorbei ist, und kümmere mich um mein verwaistes Blumenbeet. Die Vorräte sind auf Null geschrumpft - es wird also höchste Zeit. Heute waren die Rosafarbenen dran.
10 Blumen am Tag ist eine Menge Holz, und dass man vom Ausschneiden dieser paar Schönheiten die nahende Hornhaut spüren kann, glaubt einem kaum einer. Jedenfalls haben die Finger Hurra geschrien, als endlich alle Einzelteile zugeschnitten waren. Vor allem der Zeigefinger, der immer den Druck auf den Cutter gibt, biegt sich schon ganz seltsam durch. 7 Teile pro Blume = 70 Teile für diese 10 Exemplare. Gut 15 Zentimeter sind sie groß. Zudem noch mit der stumpfen Lochzange je drei Löcher in die 20 gelben Papierkreise stanzen. Eine Muckibude kann ich mir sparen - ich hab´ ja die Lochzange. Ächz.














So, nur noch die Fäden zum Aufhängen fehlen. Aber die haben Zeit bis morgen.

Freitag, 14. März 2008

Ich schmecke nach Mokka?!













Zitat:
"Hmm, Mokka. Stark, intensiv und nicht zu süß – Sie schmecken nach langen Nächten und frühen Morgenstunden. Man trifft Sie regelmäßig in Cafés, wo Sie eine Aura tiefer Gedanken verbreiten. Denn Sie haben eine Menge Grips vorzuweisen! Bekannte bezeichnen Sie als intellektuell, und das gefällt Ihnen. Sie sind tiefgründig und nachdenklich und haben ein Faible fürs akademische Umfeld. Oder zumindest den Drang und die Disziplin, Ihr Wissen zu vervollkommnen. Und was ist in langen, einsamen Nächten am Schreibtisch geeigneter als die Gesellschaft einer Tasse Mokka? Sie sind aromatisch und intensiv, ein wahrer Leckerbissen!"

Wer das behauptet? Der hier: Tickle

Mittwoch, 12. März 2008

Bestrickte Bäume


















Gestern lese ich in der Zeitung, dass in Yellow Springs (Utha, USA) die Einwohner Pullover für Bäume stricken. Nicht für die eigenen, nein, für wildfremde Bäume, die sie wohl einfach auf der Straße angesprochen haben. Und der Trend greift weiter um sich. Andere Leute nähen gestrickte Teil an die bereits vorhandenen an, sogar Familienfotos werden in gestrickte Täschlein gesteckt.
Gleiches passierte in Indiana (USA) und in West Verginia (USA) traf es Türklinken und Parkbänke. Ich werde ein paar schlaflose Nächte haben, bis ich zu einem Entschluss komme. Bestricke ich zukünftig Nachbar´s Autoreifen oder doch lieber die Gartenzwerge vier Häuser weiter?

Montag, 10. März 2008

Mädchen-Schnecke













Ich bin hin und weg. Dieses Kunstwerk hat mein Sohn geschaffen. Eine knuffige Mädchen-Schnecke (zu erkennen am roten Lippenstift), deren Stielaugen noch mit Nagellack fixiert werden müssen, damit sie schön nach oben stehen (Faden einpinseln, Schnecke überkopf an einem sicheren Ort plazieren, damit der Lack aushärten kann). Es hat aber auch einiges an Charm, wenn sie lustig hin und her wippen. Nur nicht lachen jetzt!
Mit Heißkleber ein leeres Schneckenhaus befestigen - in diesem Fall hat sich mein Nachwuchs für ein grünliches Wasserschneckenhaus entschieden. Beim Filzen des Körpers (mit einer Filznadel) auch eine kleine Knubbelnase ausformen und zwei Minikugeln für die Augen.
Er hat das klasse gemacht und mir schwillt prompt die Mutterbrust. Hach..

Farbenrausch - zweiter Teil











Der Postmän war endlich da. Ich konnte ihm das heißersehnte Päckchen nicht schnell genug aus den Händen winden. Immer dieses lästige Unterschreiben. Und schön höflich bleiben. Artig Danke sagen. Nachwinken. Aber dann: Aufreißen, in Verzückung geraten, anfassen, darin eintauchen und an´s Herz drücken. Das Papier ist da! Ich habe angefangen die ersten Blumen zu schnippeln - bis in die Nacht..

Das Kribbeln in den Händen

Irgendwann, wenn der Beginn eines Jahres schon wieder ein paar lange dunkle Wochen hinter uns liegt, schafft es die Sonne wieder über das Dach des Nachbarhauses in mein Esszimmer zu scheinen. Gut Esszimmer trifft es nicht ganz, es ist auch Küche und Büro und Treffpunkt für die Familie - die Zentrale sozusagen.
Wenn also die Sonne wieder hoch genug steigt, um über das Dach hereinzuscheinen, dann verspüre ich dieses Kribbeln in den Händen. Dann wird es Zeit meinen 2-Quadratmeter-Garten zu durchwühlen und die Blumentöpfe aus dem Keller zu holen. Noch ist es natürlich zu früh alle Pflanzen ins Freie zu bringen - schließlich ist es noch Winter (laut Kalender), aber das Kribbeln lässt sich nunmal nicht wegdiskutieren.














Hier ein kleines Werk für die Fensterbank - die Schnecke mit dem naturfarbenen Häuschen wurde ganz einfach gemacht (sitzt aber sonst nicht im Topf): Schneckenhaus säubern, ev. auch auskochen. Aus dunkelbraunem Filz im Trockenfilzverfahren den Schneckenkörper formen, der mit dem Hinterteil in das Häuschen geklebt wird. Für die Stielaugen einen starken braunen oder schwarzen Zwirn durch den Kopf ziehen und die Fadenenden mit einem dicken Knoten verzieren. Schöner haben einen noch keine Stielaugen angeklimpert.
Um die rosa Hyazinthe tummeln sich Fundstücke aus dem Garten. Moos, kleine Zweige mit "Grünspan", ein vergoldetes Schneckenhaus etc. Umwickelt mit einem langen, dünnen Holzspan.

Montag, 3. März 2008

Flaschenpost aus Berlin

Ich sehe den Postboten erstaunt an, als er heute vor meiner Tür steht. Weihnachten und Geburtstag sind noch weit entfernt, bestellt habe ich auch Nichts. Was bringt er mir also? Zuerst wird das Paket - wie sich das beim Bombenentschärfen gehört - an einen sicheren Platz gebracht und anschließend mit Röntgenblicken durchleuchtet. Aber es klappt nicht. Der Absender muss so was geahnt haben und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben.













Hilft nur der Griff zum Spezialwerkzeug um der Geschichte auf den Grund zu gehen. Mit einem präzisen Schnitt und ohne unnötige Erschütterungen zu verursachen, wir das Paket geöffnet. Was ist das jetzt?













Hinter einer Panzerglaswand, geschützt mit einem Asbestanzug und Greifwerkzeugen wird das dubiose Objekt entkernt. Alsbald liegen dem Bombenräumkomando rätselhafte Dinge zu Füßen. Wer wird es schaffen die Hieroglyphen zu entschlüsseln? Wer kann diesen Text entschlüsseln? Ist es ein Hinweis auf den nächsten Tatort? Ein Bekennerschreiben?













Für´s erste entscheidet die Herrin des Hauses den Papierkram und das Rätselraten die Anderen erledigen zu lassen und den Rest der Bombe, der lediglich zum Beschweren diente, unauffällig in Sicherheit zu bringen und sich auf das Probieren am Wochenende zu freuen. Mit viel Zeit und Muse zum Genießen...