Montag, 28. April 2008

Maroder Balkon














So sah der Balkon noch vor einigen Tagen aus. Eigentlich wollte ich das gar nicht zeigen - schämen sollte ich mich. Seit im letzten Jahr die kalte Jahreszeit anfing, habe ich hier draußen keinen Streich mehr getan.














Die über zehn Jahre alten "provisorischen" Balkonbretter waren so morsch, dass sie einfach unter der Hand wegbröselten. Sprich, die Schrauben waren nur noch zur Zierde - nicht zum Halten da. Rechts im Bild sieht man gerade noch, dass hier bereits ein Brett fehlt.


















Noch eine Schmuddelecke *schäm*.














Aber am Wochenende gab´s kein Halten mehr. Eine letzte Taubenfütterung durch meine Mum - äh, war Schröder nicht weiß? - dann ging´s an die Arbeit.














EH!!! Es wird draußen gewartet - nicht drin!!








Unter strenger Beobachtung haben mein Lieblingssohn und ich über´s Wochenende 72 morsche Holzbretter abgeschraubt. 144 eingerostete Schrauben, eine zerfledderte Wurzelbürste, 30 Eimer Wasser und ein lahmes Handgelenk später hatten wir das Schlimmste hinter uns.














Das Funkeln der Fließen ist noch nicht perfekt, aber schon zu ahnen. Während ich mir eine Kaffeepause gegönnt habe, ließen sich die Tauben nicht lange bitten. Eine Zwischenfütterung wurde energisch eingefordert. Schließlich war es schon eine Frechheit die schönen Bretter zu entfernen. Die waren so praktisch beim vom Balkon *******.














Ein schöner Haufen - endlich bin ich ihn los. Jetzt gibt es freien Blick vom aber auch auf den Balkon. Aber was soll´s - ich genieße es mehr Licht zu haben und mehr gefühlten Platz.
Nach und nach werde ich es mir für den Sommer gemütlich machen.

Mutters Mietze

Das war ein prächtiges Wochenende. Endlich wieder Sonne und Wärme. Man weiß wieder, was man in der dunklen Jahreshälfte schmerzlich vermisst hat. Noch dazu: kein Holz schleppen und keinen Ofen anmachen.. Auch Mutters Mietze weiß solche Tage zu schätzen - man kann sich prima hinter den Gänseblümchen verstecken.














Und anschließend lässt man sich ins Haus tragen, da man vom Sonnenbaden völlig ausgepowert ist. Wie Muttern, nur dass es bei ihr am Frühjahrsputz lag. Ächz..

Freitag, 25. April 2008

500 Besucher





Gestern am frühen Morgen war es soweit. Der 500ste Besucher beehrte meinen Blog. Ich bin berühmt!
Danke ihr da draußen!

Montag, 21. April 2008

Kulinarische Weinprobe














Nach langem gemeinsamen Schuften für das neue Kulturprogramm, wurde ich auf wirklich wunderbare Weise belohnt. Ich bekam eine Einladung für 2 Personen für den vergangenen Samstag. In Ermangelung meiner üblichen männlichen Begleitung, ließ sich eine Freundin aus der Nachbarschaft breitschlagen. In Rauers Guter Stube wurden wir dann nach Strich und Faden verwöhnt. Ausnahmsweise stand der Chef selber hinterm Herd - wozu er in letzter Zeit nur selten kommt.

Das Menü:
Geflügellebermousse im Baumkuchenmantel mit Portweingelée dazu Creme Brulée von der Gänsestopfleber
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Halbe gefüllte Wachtel an Rucolasalat
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Pot au feu von Edelfisch und Krustentieren
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Lammfilet auf Ratatouille
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Cordon bleu an mediterranem Spargelgemüse
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Topfensoufflée auf Erdbeerpanachée
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Zum Ausklang:
A´Schwätzle am Käs´brettle

All die Dinge, die ich schon in Gedanken aussortiert hatte, entpuppten sich als wahre Gaumenfreuden. Ganz lobenswert der erste Gang und der Nachtisch (wen wundert´s).

Soweit das Essen. Von den Weinen habe ich noch gar nichts erzählt. Anwesend waren Vertreter der folgenden Weingüter:
- Weingut Kistenmacher-Hengerer
- Weingut Schäfer-Heinrich
- Weingärtnergenossenschaft Flein-Talheim
- Weingärtner Cleebronn-Güglingen e.G.
- Schlosskellerei Affaltrach - Weingut Dr. Baumann
- Weingut Amalienhof

Zu jedem der 6 Gänge gab es 2 Weine zur Verköstigung, vorab als Aperitif einen 2005er Pinot Meunier blanc de noir, Jahrgangssekt brut (Weingärtner Cleebronn-Güglingen) und zum Abschluss eine Auswahl an Edelbänden von Birne bis Apfel etc.

Von den Weinen möchte ich nur zwei hervorheben, die einfach umwerfend waren:
- 2004er "Wild R"(Röschen), Rotwein Cuvée vom Weingut Amalienhof, der wunderbar mit einem Duft nach schwarzen Johannisbeeren die Nase kitzelte
- 1997er Samtrot Weißherbst Auslese ebenfalls vom Weingut Amalienhof, bei dem man schon durch das bernsteinfarbene Funkeln in Verzückung geriet.














Leider habe ich Schnarchnase vergessen meine Kamera einzupacken. Die Bilder zeigen also nur halb so schön, was wir für einen gigantischen Abend hatten.

Papierpost














Ich wusste ja, dass Papierpost unterwegs war - aber sie dann endlich in Händen zu halten ist doch unendlich besser. Freund Cugel hatte die DVD-Beilage einer der letzten Spiegelausgaben zu vergeben. Klar, dass ich da nicht Nein sagen konnte. Schon der erste Blick auf die ausgeklügelte Verpackung hat sich gelohnt.














Ich habe nur die ersten zwei bis drei Minuten laufen lassen. Bei nächster Gelegenheit werde ich dann bei einem Glas Wein in Erinnerungen an "meine" Stadt schwelgen. Danke, Cugel, ich werde sie in Ehren halten : ) Dafür übersehe ich auch das fehlende Apostroph..

Freitag, 18. April 2008

Yael Naim "New Soul"

Nach Jamie darf Yael natürlich nicht fehlen. Das Lied lässt die Sonne scheinen.. Danke, Apple - für´s Finden.

Pettersson und Findus "Aufruhr im Gemüsebeet"













Geschafft! Endlich! Nach langer Vorbereitungszeit war am vergangen Mittwoch die erste Veranstaltung der neuen Kulturreihe im Ort. Gestartet haben wir mit der Niekamp Theater Company aus Bielefeld. Das ist zwar eine ganze Ecke weit weg - aber es hat sich gelohnt sie zu engagieren. Zudem wollte ich keines der hier gängigen Kindertheater, die pausenlos die Städte hoch und runter spielen.
Die Theater Company hat ein festes Schauspielhaus, macht jedoch auch gerne Touren durch Deutschland - wenn man sie lieb bittet. Und Thomas Niekamp, der Chef des Theaters kam persönlich, war eine wahre Pracht. Hinter seinen Aufbauten zauberte er mit den Handpuppen, um auch immer wieder selber als Gustavsson mitzuwirken.












Das fande nicht nur ich, sondern das fanden auch die Kinder. Die waren hin und weg, lauschten aufmerksam oder halfen lautstark die versteckten Hühner zu finden.
Und das Beste: statt der erwarteten 120 bis 130 Zuschauer kamen 200! Genial! Auch wenn auf einmal die Stühle ausgingen. Doch hier auf dem "Land" trägt man so was mit Gelassenheit - Nachschub war schnell aufgebaut.
Okay, ein paar mussten mit dem Platz unterm Vorhang vorlieb nehmen - waren aber durchweg guter Dinge..












Wenn die nächste Veranstaltung im Mai auch so gut läuft.. das wäre was.